
Der Süden versinkt im Wasser

Wir hatten schon auf dem letzten Abschnitt auf der Rhône Zweifel, ob es Sinn mache, auf den Canal du Rhône à Sète zu fahren oder ob wir nicht besser in Aramon in einem sicheren Hafen warten sollten, bis das Wetter wieder auf sonnig drehen würde. Nun, wir sind dann trotzdem nach St.-Gilles gefahren, in der Hoffnung, dass wir vielleicht doch noch unter dem schlechten Wetter durchfahren könnten. Am Mittwoch Morgen fuhren wir dann in Richtung Aigues-Mortes, wo wir gegen 11 Uhr vorbei in Richtung Porte de Vidourle steuerten. Kurz vor der grossen Porte sahen wir, dass das Signal, welches nie leuchtet, jetzt aber rot war. Ein Avisbat von 10.30 Uhr zeigte dann auch, dass aus Sicherheitsgründen das Tor geschlossen wurde. Zum Glück war Aigues-Mortes nicht weit, Météo-France sandte immer wieder Warnungen der höchsten Alarmstufe, rot, wir kamen noch rechtzeitig an und dann goss es aus Kübeln und bis am Abend stieg das Wasser bedrohlich an. Wir hatten zwar seitlich am Schiff zwei alte Pneus befestigt, doch als unser Ausstieg überflutet wurde, fanden wir es nicht mehr so gemütlich und flüchteten an einen zufällig noch freien Quai, der für Hotelschiffe reserviert war. Das viele Wasser, das herunterkam hat dem Kanal für die nächsten Tage arg zugesetzt, vor dem 7. Oktober ist an ein Weiterfahren nicht zu denken.
