Alltag im Bootsleben

Dass wir uns vor den heissen Tagen nach Bray zurückgezogen haben, war eine weise Entscheidung, gestern durften wir dann für dieses Jahr zum ersten Mal erleben, was 38° im Schatten bedeuten. Natürlich ist es schön, nicht der gleissenden Sonne ausgesetzt zu sein, doch wenn kein Lüftchen weht, ist es auch im Schatten nicht mehr so gemütlich, die Seine...

Schiffchen fahren ist wohl anstrengender als manch einer glauben möchte, da braucht es ab und an einen oder lieber ein paar Tage zur Erholung. Dem Paul sind so schöne Tage wie heute sehr willkommen, morgens ausschlafen, gemütlich frühstücken, ein wenig mit dem Hundi spazieren gehen, mittagessen, ein kleines Nickerchen machen, Pamplemousse essen,...

Der Paul war in den vergangenen Tagen recht fleissig, gestern z.B., da plante er für die kommenden Tage unsere Route und da stand also auf dem kleinen Zettelchen für heute Rougemont, welches etwa zehn Kilometer und sieben Schleusen von Montbard entfernt liegt. Man könnte meinen so eine kurze Distanz sei gut am Morgen von neun bis zwölf Uhr zu...

Gestern Abend sind wir nach sieben Tagen, 430 Kilometer Fahrt während 56 Stunden, exklusive Warte- und Schleusenzeiten von Aigues-Mortes in Tournus angekommen. Am letzten Sonntag wussten wir, dass die Bedingungen für die Rhône zwar nicht optimal, doch passabel waren, ausser unserem "kleinen" Malheur beim Table du Roi, haben wir uns diverse Male...

Nach den ersten beiden Reisetagen sind wir froh, hier in Vias eine kleine, wenn auch nicht ganz freiwillige, Pause einlegen zu können, denn am Anfang der Saison müssen wir uns wieder an den neuen Schifffahrtsalltag angewöhnen, anderer Rhythmus und andere Tätigkeiten strapazieren unsere vom langen Winter erschlafften Körper 😉. Nach dem Frühstück...

Den ganzen Januar über durften wir uns über mildes, sonniges Wetter erfreuen, in den letzten Tagen zogen ziemlich starke Stürme über uns hinweg, die zwar wenig bis kein Regen bei uns liegen liessen, aber die vorüber ziehenden Wolkenfelder sorgten immer wieder für spezielle Stimmung. Gestern Morgen war es dann plötzlich soweit, auf unserem täglichen...

Seit Anfang dieses Monates liegt Capestang in einem wunderbaren Hochdruckgebiet, das uns zwar kalte Nächte mit frostigen Temperaturen beschert, aber tagsüber werden wir von morgens bis abends mit viel Sonne verwöhnt. Der blaue Himmel hebt die Stimmung an Board, die Bea ist fleissig am Malen, der Paul am Schreiben 😉 und auch die Chiara erfreut sich...

Kleider kaufen ist hier in Capestang nicht ganz einfach, wenn man kein Auto hat. Der Paul und die Bea wollten deshalb auf bewährtes Material zurückgreifen und versuchten dies aus der Schweiz zu bestellen, die wollten aber nicht nach Frankreich liefern 😭. Eine schweizerische Adresse musste her und uns ein kleines Geschenk senden. Der französische...

Auch hier im schönen Süden von Frankreich hat sich der Sommer nun definitiv verabschiedet, unsere Garderobe hat sich entsprechend anpassen müssen. Am Morgen ist es bitter kalt, doch die Sonne beginnt bald zu wärmen, so dass wir uns gegen Mittag auf den von unserer Chiara lang ersehnten Spaziergang aufmachen können. Chiara gefällt diese Zeit...

Jedes Jahr, wenn der Sommer sich seinem Ende entgegen bewegt, stehen der Paul und die Bea vor der Frage, wie sie denn den langen Winter im Süden von Frankeich überstehen würden. Der Schiffsalltag vom Sommer, der Grund für die gewählte Lebensart, fällt von einem Tag auf den anderen weg, die schiere Unendlichkeit des langen Winters steht wieder...

Nun, bis Pagny-sur-Meuse war es schon eine ziemliche Herausforderung, der Kanal nur mäßig gefüllt mit Wasser, dafür aber voll mit Grünpflanzen, ein Bief (Kanalabschnitt) mit so wenig Wasser, dass wir kaum noch mehr als 4 km/h erreichten, am Ziel ein halbvoller Wasserfilter, doch der Steg in Pagny mit Schatten erfüllte unsere Herzen mit Freude 💝😍....

Am Sonntag ruht das arbeitende Volk, nicht so die Mannschaft der Sina, nach drei schönen Tagen in Hesse, wollen wir heute und dieses Jahr auch wieder einmal bei schönstem Wetter etwas weiterfahren. Den Étang de Condrexange konnten wir auf unserem Weg nach Strassbourg leider nicht sehen, da er etwa 4 Meter höher liegt als der dem See entlang...

Heute morgen haben wir den Abflug etwas verschlafen, dabei standen eine Schleusentreppe und viele weitere Schleusen ins Haus 😉. Schon seltsam, da fahren wir eine Schleuse nach der anderen ohne Probleme, dann taucht ein VNF-Mensch auf, fragt uns, wohin die Reise geht, was er in etwa auch beantwortet kriegt und kaum ist er verschwunden, funktioniert...