
Die Rhône ohne Wasser?


Die Abfahrt die Rhône hinunter war dieses Jahr ein kurzes Abenteuer. Wir hatten zwar erfahren, dass der Canal du Midi länger offen sei als gedacht, doch wir waren immer noch im Modus, möglichst schnell die Rhône hinunter. So waren wir vor der Schleuse Pierre-Benite und wollten morgens um 6.30 Uhr hinunter schleusen, da kam Odin, ein grösseres Handelsschiff. Wir durften hinten anstehen, so wie das auf der Rhône üblich ist. Der Odin war aber äusserst langsam und wir wussten, dass die Rhône zur Zeit wenig Wasser führen würde, dass die Ausfahrt aus der Schleuse aber schon derart gemächlich von sich ging, war dann doch etwas überraschend. Nach der Schleuse suchen alle Schiffe wieder das schnellere Fahrwasser auf, doch dieses Mal war es nicht zu finden. Die Strömung den "Ternay" hinunter betrug maximal 1 Km/h, das muss man sich erst einmal auf der Zunge zergehen lassen. Auf jeden Fall musste der Odin weil das Fahrwasser nicht mehr sehr tief war ziemlich langsam fahren, so dass der Paul einen kurzen Moment glaubte, ihm nachsetzen zu können. An der nächsten Schleuse, Vaugris, etwa 26 Kilometer später, wartete der Odin brav auf uns, so dass wir wieder mit ihm zusammen schleusen konnten. Der Höhepunkt stellte dann allerdings die Schleuse Sablons dar, da durften wir zum dritten und letzten Mal mit Odin schleusen! Für uns war das natürlich gut, denn so mussten wir nie lange warten. Die nächsten drei Tage fuhren wir dann sehr viel und sind am letzten Dienstag Abend in St. Gilles angekommen.
