Es hat sehr wenig Wasser

22.05.2026

Auf der anderen Seite des Tunnels, also in Richtung Bar-le-Duc, wird uns 1.80 Meter tiefes Wasser versprochen, wir glauben nicht so richtig, dass der VNF sein Versprechen einhält. Wir kommen nur schleppend voran, weil einerseits der Kanal viel Grünzeug enthält und andererseits weil das Wasser wirklich nicht sehr tief ist. Das Grünzeug staut sich typischerweise an den Schleusen und verstopft uns dort regelmässig den Wasserfilter. Doch das schöne Wetter kompensiert das alles locker, zudem verspricht man uns, dass ab Schleuse 17 alles besser sei. Unser erster Halt ist vor der Schleuse 15, wo wir eine angenehm ruhige Nacht verbringen. Heute Morgen genügt ein kurzer Anruf beim VNF und die Schleuse öffnet sich. An der Schleuse 17 sollten wir dann einen Télécommander erhalten, doch man hat uns vergessen und so verspricht man ihn uns an der nächsten Schleuse auszuhändigen, was dann auch geschieht. Doch das Teil funktioniert nicht, wir sollten an der nächsten Schleuse ein neues erhalten. Doch bevor es soweit ist, warten wir bis der Andorra geschleust hat. Uns wird klar, wenn dieser riesige 38 Meter Kahn, der die Schleuse ganz ausfüllt, dahin fährt, wo wir herkommen, dann muss das Wasser doch ziemlich tief sein, auch wenn an den Ufern klar ersichtlich ist, dass mindestens 40cm mehr schon einmal die Regel war. Wir sind auf jeden Fall froh, den Andorra hier kreuzen zu können, wo das Wasser etwas tiefer ist. Übrigens, wir haben einen neuen Télécommander erhalten, doch der funktioniert auch nicht und den letzten, den der nette Schleusenwärter noch bei sich hat, tut auch nicht was er sollte. So werden wir, bzw. die Schleusen von Bar-le-Duc ferngesteuert und wir erreichen vor dem Mittag Ligny-en-Barrois, wo wir auch nächtigen wollen. Kaum sind wir am Essen, kommt der Schleusenwärter mit einem weitern Kästchen, das uns ab morgen weiterhelfen soll.

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