
Es war dann doch nicht ganz "normalement"


Wir waren natürlich schon etwas skeptisch und wir sollten Recht behalten. So kurz nach zehn Uhr kamen wir in Marseillette an und die Schleuse war verweist. Zuerst rief der Paul in Béziers beim VNF an, wo man ihm Bescheid gab, dass die Schleuse erst am Samstag, also morgen, geöffnet werde. Zum Glück hatte der Paul noch die Nummer der Dame, ebenfalls vom VNF, gespeichert, die ihm schon kürzlich sehr behilflich gewesen war. Hier war der Erfolg dann deutlich besser, sie versicherte, dass um 13 Uhr jemand vor Ort sein würde und das war dann auch so. Wir kamen zügig zur nächsten Schleuse, wo wir dann zwei Stunden warten durften, so dass wir nachher nur noch bis Homps kamen. So durften wir am nächsten Morgen noch sechs Schleusen abwärts fahren bevor wir auf das über 50 Kilometer lange Bief zur Schleusentreppe von Fonserannes gelangten. Wir kamen zügig voran, in Capestang begrüssten wir noch alte Bekannte und waren dann offensichtlich etwas zu schnell unterwegs, dass eine frustrierte Frau uns im Vie Fluvial öffentlich als Schande bezeichntete. Dabei ist die Schande doch die, dass sie nicht vegan lebt und für viel Tierleid verantwortlich zeichnet. Die Fonserannes bewältigteten wir am nächsten Morgen zusammen mit einem Mietboot und kamen darum nur schleichend vorwärts. An der Schleuse Portiragnes war es dann auch kurz vor zwölf Uhr. Der nette Schleusenwärter meinte zwar zuerst, dass es etwas kompliziert würde, doch dann entschied er sich zu unseren Gunsten und liess uns noch passieren. Wir bedankten uns mit einer Flasche Wein und kamen so schnell nach Agde...
