In Soing ist der Platz seeehr knapp

Der heutige Tag hat so schön begonnen, wir haben in Ray-sur-Saône genächtigt, in der Nacht ist endlich wieder einmal etwas Regen gefallen, es war richtig wohltuend, dem Klang der Regentropfen auf unserer Sina und dem Plätschern im Fluss zu lauschen 😍. Juhui, der Sommer ist vorbei 😎, endlich ist es etwas kühler, nur noch 29° Tageshöchsttemperatur. Wir haben wieder einmal ausgeschlafen, deshalb spät gefrühstückt und sind so schön langsam in den Tag gekommen.

Unsere Essensvorräte, insbesondere Brot und Salat neigten sich ihrem Ende zu, also stellte sich die Frage, wohin? Wir entschlossen uns nach Savoyeux zu fahren, wo es im Nachbarort Seveux einen kleinen Laden gibt. Kurz vor Mittag kamen wir an und Paul machte sich auf den Weg nach Seveux (10 Minuten). Die gute Frau im Laden lärmte schon von Weitem, dass sie heute ausnahmsweise schon alles Brot ausverkauft hätte und Salat gäbe es auch keinen. Da wir so oder so nach Soing fahren wollten, wo es ebenfalls eine Epicerie gibt, waren wir weiter guter Dinge.

Die Anlege-Situation in Soing war dann allerdings schwierig, ein freier Platz, sehr eng bemessen (Fotos), kämen wir da hinein? Paul im Heck fuhr rückwärts bis auf 10 cm an den daliegenden Kahn und Bea im Bug meinte immer, das gehe nicht. Die freundlichen Bootseigner beobachteten das Geschehen, aber helfen wollte keiner 🙄. Der eine befestigte dann zur Sicherheit seiner Jacht noch einen Fender am Bug. Es war wirklich Millimeterarbeit! Und als wir es dann irgendwie doch noch geschafft hatten, konnten wir es selbst kaum glauben und lieber Herr Ogi, es herrschte wirklich Freude 😂😂.

Als Paul dann am Nachmittag guter Dinge, zu guter Dinge??, in das örtliche Einkaufsparadis trat, wurde er von der netten Dame angeschrien, dass es eine Maskenpflicht gäbe, was Paul bejahte. Er habe keine und er wolle auch keine tragen. Die Frau am Rande eines Kollapses, fauchte wie ein wilder Tiger und wollte Paul nötigen, den Laden umgehend zu verlassen. Nun gut, Pauls Französisch ist nicht so argumentationsstark, dass er sich mit der örtlichen Monopolistin hätte noch lange auseinandersetzen können und er fühlte sich echt überrumpelt, das hatte er nicht erwartet! Die Wahl Salat und Brot kaufen oder wieder zu gehen und nicht im schönen Soing bleiben zu können, liess ihn wohl einknicken, also nahm er die von der Ladeninhaberin freundlicherweise angebotene Maske und setzte sie sich auf's Kinn. Welch eine Schmach! Er wollte doch nie eine Maske tragen und jetzt hatte er plötzlich so einen Fetzen vor dem Gesicht, die gute Stimmung war dahin!

Tja lieber Leser, der Paul fürchtet sich natürlich vor deinem Spott und deiner Genugtuung, grosse Klappe haben und dann am Schluss doch Maske tragen!! Gerne erwartet Paul deine Ratschläge, wie er es besser machen könnte 😍😊.

Doch eines ist schon verwunderlich, da dachten wir, dass wir die kleinen Dorfläden zuwenig unterstützen würden und dann zeigen die einen, dass sie gar keine Unterstützung wollen. Sicher ist, dass wir da nie mehr einkaufen gehen!