
Kleine Begleiter


Eigentlich wollten wir gestern nur kurz bis Macon fahren und dort neue Seile und Bootshaken kaufen. Seile hätten sie gehabt, doch nur der Patron, der gerade in der Schweiz zu tun hatte, könnte einen Spleiss machen. Bootshaken hatten sie auch nichts und so konnten wir uns fragen, was uns denn in Macon noch halten könnte, wenn der erste Mai vor der Tür stand und neue Seile nur noch in St. Jean-de-Losne zu kaufen waren. Also entschieden wir uns am Nachmittag kurz nach 14 Uhr noch nach Tournus weiter zu fahren. Es waren Gewitter und Regen angesagt, doch es blieb bis Tournus und auch da trocken. Auf der Saône war es ruhig und schön und wir können an dieser Stelle nur immer wieder betonen, dass die Saône der schönste Fluss Frankreichs ist. Heute gings dann um halb sieben Uhr los, wir wollten rechtzeitig in Gergy ankommen. Da allerdings herrschte am Ponton gähnende Leere, was für uns auch schön war, so konnten wir den Platz wählen, der uns am besten gefiel. Auf der ganzen Fahrt von Tournus bis Gergy begleiteten uns immer wieder herzige kleine Bachstelzchen. Die fliegen von der Seite an und landen mitten auf unserem Dach und laufen dann mit ihren kleinen aber sehr flinken Beinchen die ganze Zeit auf dem Dach herum. Eines heute nutzte auch die Zeit sich vor unseren Augen zu pflegen, man hätte meinen können, dass es nicht mehr fit sei, doch sein Abflug lehrte uns eines Besseren, wusch, und es war weg!
