
Neue Badeplattform und neuer Auspuff


Dass Sina eine neue Badeplattform benötigte stand schon letztes Jahr fest und eigentlich hätte die neue bereits im Frühjahr angebracht werden sollen. Das allerdings scheiterte an den Wünschen von Paul, der vor Jahren von einem Schiffsbauingenieur den Rat erhalten hatte, die neue Badeplattform solle bis ins Wasser gezogen werden, so dass sich die Wasserlinie insgesamt verlängern würde. Nun in Corre erklärten sich Sven und Alan bereit, das Projekt zu wagen, allerdings erst ab dem 24. August. Mitte August machten wir uns auf den Weg nach Corre, doch auf einmal kam aus dem Auspuff ziemlich schwarzer Rauch und es stank fürchterlich nach Russ. Wir kamen gerade einmal bis Scey, wo Alan und Sven das Übel, ein riesiges Loch im Auspuff, lokalisierten und bald beheben konnten. Da wir unseren Urlaub in der Schweiz bereits gebucht hatten, mussten wir erstmalig in unserem Schiffsleben Sina in fremde Hände geben, was uns sehr schwer fiel. Doch Sven und Alan überführten Sina mit dem neuen Auspuff ohne Zwischenfälle nach Corre und konnten sich dann dem eigentlichen Auftrag, der neuen Badeplattform, widmen. Die Beiden hatten richtig Freude und rechneten und konstruierten. Das Resultat lässt sich sehen! Vor allem die neue Heckwelle beeindruckt unseren Kapitän gewaltig. Das Ziel war, unser Schiffchen etwas schneller zu machen. Erste Testergebnisse waren diesbezüglich etwas ernüchternd, bei tieferer Tourenzahl fährt Sina vielleicht 0.2 bis 0.3 Km/h schneller, was wir noch genauer überprüfen müssen. Die maximale Geschwindigkeit bei 2000 U/min. war etwa gleich hoch wie mit der alten Schraube, 12.3 Km/h.. Mit der neuen Plattform kann allerdings der Motor auch noch höher drehen, was wir aus Rücksicht auf unseren alten DAF bis jetzt unterlassen haben. Ein kleiner Mangel müssen wir an dieser Stelle leider auch anbringen, da die neue Plattform aus dem Wasser ragt, plätschern die Wellen gegen den Hohlkörper, was zu unangenehmen Geräuschen führt. Die neue Abrisskante (Alan sei Dank!) führt dazu, dass eine tolle Heckwelle hinter dem Schiffchen entsteht und dass der Motor weniger streng arbeiten muss, was letztlich in einem tieferen Dieselverbrauch mündet. Wir sind seit St. Jean-de-Losne, wo wir getankt haben, bis nach Valence mit einer Durchschnittsgeschwinigkeit von knapp 10 Km/h gefahren (inklusive Ein- und Ausfahrten in und aus den Schleusen). Auf der Saône hatten wir eine Strömung von vielleicht 0.2 Km/h und auf der Rhône eine Strömung von 0.5 - 1.5 Km/h. So fuhren wir auf der Saône mit etwa 1600 bis 1700 U/min, manchmal auch noch höher und auf der Rhône mit etwa 1400 U/min. Der Dieselverbrauch betrug knapp über 0.6 Liter pro Kilometer!! Hier scheint sich ein grossen Einsparpotential aufzutun, denn wir wollen eigentlich lieber nur mit 1200 - 1300 U/min fahren. Fazit, wir sind sehr zufrieden mit unserer Plattform und bedanken uns auf diesem Weg bei Sven und Alan, 😍😎👍.
