Die heimlichen Corona-Rebellen von Capestang

Der Paul, vorbildlich wie er schon immer war, wollte natürlich nach dem gestrigen Affront von Monsieur le Président und seinem Vasallen (siehe "Wer nicht hören will...") die Probe auf's Exempel starten und ging artig um 20 Uhr, natürlich alleine(!!), ins Bettchen 😉, denn so einen Schlag auf den Hinterkopf, kann er nur durch viel Schlaf auskurieren. Ein neuer Tag, er begann mit Regen, und das ist das, was der Paul in diesen Zeiten wirklich am wenigsten gebrauchen kann, Natur hin oder her, deutete bereits an, dass das Fass noch nicht voll genug war, der Paul spürte, denn ausgeschlafen, eine enorme Tat- und Schaffenskraft und die sollte möglichst schnell befriedigt werden. Outdoor-Aktivität im Regen 🤣😫😤, okey, so gross war dann die Kraft auch wieder nicht, also blieb nur, das E-Piano zu maltraitieren 😎😍 und das auch nur bis Chiara, das Schiffshundi seinen obligaten Spätmorgenspaziergang einforderte.

Immerhin war dann noch genügend Kraft vorhanden, sich nach dem Mittagessen im örtlichen Supermarkt ein wenig vergnügen zu gehen, hier das ziemlich einzigste Konsum-Paradis, das geöffnet ist und welches von Paul und Bea noch aufgesucht wird. Wie schon an anderer Stelle berichtet, waren die wöchentlichen Grosseinkäufe in der Vergangenheit immer ein spezielles Erlebnis 😊😍, doch Monsieur le Président und die netten KassiererInnen hatten dieses in den letzten Monaten mit ihrem Maskenwahn so ziemlich vermiest. So war auch heute die Stimmung eher lau, als Paul und Bea den Laden betraten. Schon im Eingangsbereich standen zwei verdächtige Personen, wäre der Paul ein Verbrecher, er hätte sofort seine Pistole gezückt oder rechtsumkehrt gemacht, aber eben Essen, Essen, nichts geht über Essen, der Paul und die Bea mussten da hinein! Der Paul versuchte noch mit dem Einkaufswagen, alles was auf zwei Beinen stand ignorierend, rechts an den beiden Subjekten und den Pfeilen am Boden vorbei zu steuern, doch das eine Subjekt durchkreuzte seinen Plan 😥😆, suchte also die Konfrontation: Hände desinfizieren sei seit letztem Dienstag obligatorisch! Vous êtes fou und Zeigefinger an die Stirn klopfend, die leicht gereizte Antwort von Paul 😉🤬. Und dann geschah das Unerwartete 😊, der gute Mann, offensichtlich der Geschäftsführer, zeigte Verständnis für Paul's Anliegen, er habe hier 50 Angestellte und die Polizei habe ihm gedroht, seinen Laden zu schliessen, wenn er nicht durchsetze, dass sich die Kunden im Eingangsbereich die Hände desinfizierten. Da wurde auch der Paul butterweich und so fielen sich die zwei Herren um den Hals und heulten sich gegenseitig an der Schulter des Anderen aus 😂😂, so wie das Corona-Rebellen eben tun.

Übrigens, der gute Mann schien vom Paul so beeindruckt, dass er noch ein paar lustige Sprüchlein klopfte, seine drei Wörter auf Deutsch hervorkramte und eine seiner Angestellten nötigte, extra für den Paul eine Bestellung für "Incredible Burger", die hier nicht im Angebot sind, aufzunehmen 😍😎😘, jetzt geht der Paul wieder gerne einkaufen, mindestens bis zum nächsten Mal 🤣.